23 November 2026
Workshops „Smart Decoupling“
Im Projekt Smart Decoupling wird ein Ansatz zur automatisierten Erstellung von Simulationsmodellen in Siemens Plant Simulation entwickelt. Damit lassen sich Störungen simulieren und ihre Auswirkungen auf Termintreue und Bestände anhand geeigneter Kennzahlen bewerten, um die Resilienz von Produktionsnetzwerken gezielt zu verbessern.
Nachfolgend bieten wir Ihnen drei Workshops an, die Sie unabhängig voneinander buchen können. Die Teilnahme ist kostenfrei.
09:00-10:30 Uhr
Workshop 1: Aufbau einer Entscheidungsmatrix für Lieferkettenstörungen
Lieferkettenstörungen können vielfältige Ursachen und Folgen haben, die sich gegenseitig beeinflussen und komplexe Zusammenhänge erzeugen. Für Unternehmen ist es daher entscheidend, Störungen systematisch zu erfassen und geeignete Maßnahmen zur Begrenzung ihrer Auswirkungen zu identifizieren. Dabei hängt die Wahl einer angemessenen Reaktion maßgeblich von der Art der Störung ab. Im Workshop werden gemeinsam Lieferkettenstörungen und mögliche Entkopplungsmaßnahmen identifiziert und kategorisiert. In zwei Gruppen erarbeiten die Teilnehmenden zunächst die jeweiligen Kategorien und führen ihre Ergebnisse anschließend zu einer Entscheidungsmatrix zusammen. So werden Zusammenhänge zwischen Störungstypen und geeigneten Maßnahmen sichtbar und Ansatzpunkte für eine resilientere Produktion geschaffen. Die Teilnahme am vorherigen Online-Vortrag ist nicht erforderlich.
10:30-11:00 Uhr
Kaffeepause
11:00-12:30 Uhr
Workshop 2: Lieferkettenstörungen systematisch bewerten und Maßnahmen priorisieren – Decoupling Mode And Effects Analysis
Lieferkettenstörungen können weitreichende Folgen für Produktionsunternehmen haben, deren Ausmaß im Vorfeld oft schwer einzuschätzen ist. Um Risiken systematisch zu bewerten und geeignete Gegenmaßnahmen zu priorisieren, braucht es strukturierte und praxisnahe Bewertungsmethoden.
Im Forschungsprojekt Smart Decoupling wurde dafür die Entkopplungs-Möglichkeits- und Schadensanalyse (EMSA) entwickelt, die sich an der etablierten FMEA-Methode orientiert. Die EMSA hilft Unternehmen, Lieferkettenstörungen hinsichtlich ihrer Auswirkungen zu bewerten, geeignete Entkopplungsmaßnahmen zu identifizieren und deren Priorität systematisch zu bestimmen.
Im Workshop werden die Bewertungskriterien und Skalen der EMSA sowie der Entkopplungskritikalitätsindikator (EKI) anhand eines Praxisbeispiels erläutert. Anschließend wenden die Teilnehmenden die Methode auf eigene Praxisszenarien an, um deren Folgen mittels der EMSA zu bewerten.
12:30-13:30 Uhr
Mittagspause
13.30-15:00 Uhr
Workshop 3: DRUMS: Lernangebote für die digitale und ökologische Transformation
Künstliche Intelligenz, Robotik und Kreislaufwirtschaft gewinnen in der industriellen Produktion zunehmend an Bedeutung. Für den dadurch gesteigerten Bedarf an Fachkompetenzen mangelt es an niedrigschwelligen Lehrangeboten und Weiterbildungsformaten. Es braucht daher zugängliche, kostenlose und praxisnahe Lernangebote, die sich flexibel in bestehende Bildungsangebote integrieren lassen.
Im Erasmus+-geförderten Projekt DRUMS wurde zur Schließung dieser Lücke ein Online-Lehr- und Lernsystem entwickelt, in dem in verschiedenen Lernmodulen praxisorientierte Materialien zur beruflichen Weiterbildung angeboten und anhand von Fallstudien erläutert werden. Die Inhalte verbinden technologische Entwicklungen mit nachhaltigen Produktionsansätzen und unterstützen den Aufbau zukunftsrelevanter Kompetenzen. Im Rahmen der Veranstaltung werden das Projekt, seine Zielsetzungen und die Lernplattform mit ihren Modulen und Anwendungsmöglichkeiten vorgestellt.
Die Workshops werden moderiert von:
Björn Papenberg (M.Sc.)
Oberingenieur, Universität Bremen
bime | Bremer Institut für Strukturmechanik und Produktionsanlagen


