19 NOVEMBER 2019

Industrie 4.0 in der Fertigung

Deutsche Messe Technology Academy, Messegelände/Pavillon 36, Hannover
Praxistag Industrie 4.0: Von der Bestandsaufnahme zum ersten digitalen Projekt. Eine Handlungsanweisung für Industrie 4.0.

Industrie 4.0 und die Digitalisierung sind in aller Munde. Doch so richtig konkret ist es selten und smarte Umsetzungen in großen Unternehmen helfen kaum weiter. Klar ist aber auch: Um die Digitalisierung der Fertigung kommt man nicht herum, will man auch längerfristig erfolgreich wirtschaften. Der Praxistag gibt Hilfestellung und reicht von der Bestandsaufnahme bis zum ersten digitalen Projekt. Das Seminar gibt Handlungsanweisungen für die Einführung von Industrie 4.0.

Auch nicht außer Acht gelassen werden darf das Thema IT-Sicherheit. Eine vernetzte Fertigung ist natürlich auch angreifbar – aktuell zahlreiche Hackerangriffe auf Unternehmen machen das deutlicher denn je. Daher zeigen wir bei dem Forum auch, wie sich Unternehmen technisch und finanziell vor Cyberangriffen absichern können.

Programm

08:30 – 09:00

Eintreffen und Registrieren der Teilnehmer

09:00 – 09:30

Begrüßung und Einführung

Markus Strehlitz, Redaktion Industrieanzeiger (Moderation)

09:30 – 10:30

Live-Hack

Philipp Kalweit, CEO, Kalweit ITS GmbH

Was nach einem gruseligen Science-Fiction-Film klingt, ist in der industriellen Praxis leider zunehmend Realität: Schwarze Bildschirme, lahmgelegte Rechner und gesperrte Daten. Cyberangriffe nehmen weltweit rasant zu. Im Live-Hacking-Vortrag wird gezeigt, was Sie zum Themenfeld der Cybersecurity (eben nicht) wissen müssen. Die Präsentation veranschaulicht, wie leicht es ist, IT-Prozesse in der Produktion zu manipulieren. Aber keine Angst, es gibt auch Wege, sich zu schützen.

10:30 – 11:00

Industrie 4.0 – Einstiegsszenarien und Referenzen

Christoph Kelzenberg, Oberingenieur Cluster Produktionstechnik, Lehrstuhl für Produktionssystematik, Werkzeugmaschinenlabor WZL der RWTH Aachen

Praxistipps für die Definition, Bestandsaufnahme Planung, Etatbereitstellung, Projektierung, Umsetzung und Skalierung. Was muss ich bei meinen eigenen Projekten beachten, um Insellösungen zu vermeiden? Know-how aufbauen – eventuell in Zusammenarbeit mit einer TU. Bottom UP oder Drop Down? Ressourceneffizienz. Konkrete Referenzen und Beispiele. Gibt es Out of the Box-Lösungen?

11:00 – 11:30

Kaffeepause

Networking, Besuch der Ausstellung

11:30 – 12:00

Datenhoheit durch technisch gekapselte Verarbeitung

Dr. Ralf Rieken, COO und Mitgründer der Uniscon GmbH

In seinem Vortrag zeigt Uniscon-COO Dr. Ralf Rieken anhand von Anwendungsbeispielen, wie eine rein technisch gekapselte Cloud-Infrastruktur sensible Daten zuverlässig gegen unbefugte Zugriffe schützt und eine rechtskonforme Datenverarbeitung ermöglicht.

12:00 – 12:30

Besuch der Modellanlage von Volkswagen Nutzfahrzeuge

Volkswagen Nutzfahrzeuge zeigt mit dem Campus für Digitalisierung eine reale Modellanlage, die eine Automobilproduktion simuliert.

12:30 – 13:30

Mittagspause 

mit Gelegenheit zum Austausch 

13:30 – 14:00

Retrofit für Industrie 4.0: neuer Nutzen mit vorhandenen Maschinen

Nissrin Arbesun Perez, Technologietransfer & Innovationsmanagement, Fraunhofer IOSB-INA (Institutsteil für industrielle Automation)

Der erfolgreich aufgestellt Mittelstand verfügt in der Regel über einen gut funktionierenden Maschinenpark. Doch wie kann man im Zeitalter der Digitalisierung mithalten, ohne seine Anlagen zu modernisieren? Unter dem Schlagwort „Retrofit“ verbirgt sich die Möglichkeit, mit möglichst geringem Aufwand und Investitionsvolumen seinen älteren Maschinenpark zu digitalisieren. Frau Perez vom Fraunhofer IOSB-INA in Lemgo stellt Lösungen aus der SmartFactoryOWL vor, in denen mobil und einfach Daten nutzbar gemacht werden können.

14:00 – 14:30

Hilfe und Förderung

Eike Asche, Geschäftsführer Mittelstand 4.0 Kompetenzzentrum Hannover

Vorstellung der Mittelstand-4.0-Kompetenzzentren und ihrer Angebote für Unternehmen. Mittelstand-Digital informiert kleine und mittlere Unternehmen über die Chancen und Herausforderungen der Digitalisierung. Die geförderten Kompetenzzentren helfen mit Expertenwissen, Demonstrationszentren, Best-Practice-Beispielen sowie Netzwerken, die dem Erfahrungsaustausch dienen. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) ermöglicht die kostenfreie Nutzung aller Angebote von Mittelstand-Digital.

14:30 – 15:15

Besuch der Modellfabrik „Lab-Tour – Lösungen der Digitalisierung“

Networking, Kaffeepause

15:15 – 15:45

Einführung in die IEC 62443 Norm als Antwort auf die Industrie 4.0 Sicherheitsanforderungen

Gerald Krebs, TÜV Informationstechnik GmbH

Mit der Einführung von Industrie 4.0 werden Anlagen der Steuerungs- und Leitechnik zunehmend aus standardisierten Hardware- und Softwarekomponenten zusammengesetzt und vernetzt. Die zunehmende Digitalisierung und Vernetzung der Industrieanlagen und der Einsatz von IP führt zu einer signifikanten Erhöhung der IT Sicherheitsrisiken, der Rechnung getragen werden muss. Die Norm IEC 62443 (Industrial Communication Networks – Network and System Security) hat sich als international anerkannter Standard zum Konformitätsnachweis für Security im Umfeld der Prozess- und Automatisierungsindustrie etabliert. 

15:45 – 16:15

Geschäftsmodelle und ROI

Dr. Arno Kühn, Leiter Strategie FuE, it´s OWL Clustermanagement GmbH

Welche Auswirkungen hat Industrie 4.0 auf mein Geschäftsmodell? Verkaufe ich morgen noch Schrauben oder eine Flatrate? Services und Dienstleistungen werden wichtiger. Vernetzung horizontal und vertikal. Kalkulation. Risiken. Zahlt sich das Ganze aus? Und wann?
Welche Chancen und Gefahren birgt ein disruptives Vorgehen? Wie reagieren die Kunden? Erfahrungen.

16:15 – 16:45

IT-Sicherheit als Fundament der Digitalisierung des deutschen Mittelstands

Alexander Kern, Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fachgebiet Datenverarbeitung in der Konstruktion, Technische Universität Darmstadt

Die Digitalisierung der deutschen Industrie birgt wirtschaftliche Vorteile. Bedrohungen für die IT-Sicherheit der vernetzten Systeme und Anlagen stellen gleichzeitig insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen eine enorme Einstiegshürde dar und bremsen die Erschließung neuer globaler Geschäftsfelder. Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Forschungsprojekt „IUNO – Nationales Referenzprojekt zur IT-Sicherheit in der Industrie 4.0″ hat in den vergangenen Jahren an neuen Schlüsseltechnologien im Bereich der industriellen IT-Sicherheit geforscht und an exemplarischen Anwendungsfällen erprobt. Nach erfolgreichem Abschluss werden diese Technologien heute in dem Nachfolgeprojekt IUNO Insec weiterentwickelt und in realen industriellen Szenarien zur Anwendung überführt.

16:45 – 17:00

Zusammenfassung und Fazit

Markus Strehlitz, Redaktion Industrieanzeiger (Moderation)

Anmeldung zu diesem Event

Partner

Veranstalter